Startup-Fieber: Warum wird Berlin für Investoren immer interessant?

Partyhauptstadt, arm aber sexy – diese Slogans mag man mit Berlin verbinden. Sie täuschen aber darüber hinweg, dass sich innovatives und kreatives Potential schon längst in der Hauptstadt angesiedelt hat und auch die Investoren anlockt. So haben etwa das Gebrauchtwagen-Startup Auto 1 und der 2012 gegründete Online-Möbelhändler Home 24 Finanzierungen im dreistelligen Millionenbereich erhalten. Investments fließen in hohem Maße nach Berlin, das damit direkt hinter London steht, wenn es um Finanzvolumen der Zukunftsindustrien geht.

Unterstützung bekommt die Branche von Think-Tanks wie Factory Berlin oder Bürogemeinschaften wie Mindspace und Silicon Allee, bei Berlin Startups List oder B!gründet gibt es lange Listen an Unternehmen, die in der Hauptstadt gestartet sind. Die Berliner Start-Up-Szene ist eine der größten in ganz Europa. Vor allem Berliner E-Commerce-Unternehmen spielen ganz vorne mit. Ihr Vorteil? Schnell, direkt und digital – das zeichnet viele Start-Ups aus und wird die Industrie von morgen definieren.

E-Commerce & Logistik

VOJD Studios haben sich auf die Fertigung von 3D-gedruckten Accessoires und Schmuck spezialisiert und ist damit in den High-End-Modemarkt eingestiegen. Als absolutes Nischen-Unternehmen arbeiten sie mit verschiedenen Modemarken zusammen. Ein interessantes Konzept fährt auch Grover, das elektronische Geräte nicht einfach verkauft, sondern verleiht, bevor sie tatsächlich an den Mann oder die Frau gebracht werden. Auch das Logistikunternehmen FreightHub, eine digitale Spedition für Firmenkunden, hat seit seiner Gründung 2016 nicht nur beträchtliche Investitionen erhalten, sondern rüttelt auch die Logistikbranche mit einem Service auf, der beim Thema Schnelligkeit und Transparenz neue Maßstäbe setzt.

Gaming

Berlin ist eine Hochburg der Gaming-Industrie im Bereich Mobile und Social Network Games. Spielesoftwareunternehmen wie Wooga, das seit 2009 trotz turbulenter Zeiten erfolgreich am Markt operiert, ist eines der bekanntesten. Kolibri Games ist in die Mobile-Game-Branche eingestiegen und feierte 2016 mit ihren Spielen erste Erfolge, Klang Games entwickelt neue Multiplayer-Games für iOS und Android, der VR-Game-Spezialist Playsnak arbeitet seit 2015 in Berlin und hat 2017 große Investments vom japanischen Gaming-Unternehmen Gumi angelockt, noch bevor das erste Spiel auf den Markt kam. Die Branche ist riesig und wächst schnell – talentierte Programmierer und Entwickler mit internationalem Background kommen gerne in die entspannte Stadt, in der man im Gegensatz zu London oder Paris noch verhältnismäßig günstig leben kann. Neben den Entwicklern steigen auch Social-Gaming-Networks wie ARES Tech in den Markt ein. Sie bieten eine Plattform für Blockchain-Entwickler und Nutzer an, mit dem Ziel, die Community besser zu vernetzen und voranzubringen.

Immobilien

Bei weitem keine Start-Up-Qualitäten aber noch immer großes Entwicklungspotenzial hat der Berliner Immobilienmarkt. Bezahlbarer Wohnraum wurde in den letzten Jahren zwar immer knapper, im deutschen und europäischen Vergleich sind die Quadratmeterpreise in Berlin aber noch immer deutlich unter dem Durchschnitt. Mit Kernstadtteilen macht man kein Schnäppchen mehr, sicher auch nicht mit der Eigentumswohnung mit Spreeblick. Unterschätzt wird aber gerade auf einem Markt, der auch internationale Käufer und Investoren anzieht, das Potenzial der grünen Randbezirke Berlins. Wannsee oder Grunewald gehören dazu, sind aber traditionell schon immer verhältnismäßig teure Bezirke für Berlin gewesen. Was die Stadtentwicklung mittelfristig hergibt, wird sich im Norden und Südosten der Stadt zeigen, wo man den See praktisch vor der Haustür hat.

Wer an der Entwicklung innovativer Branchen, Nischen und Technologien profitieren möchte, kann darüber nachdenken, jetzt in die zukunftsorientierten Industriezweige zu investieren. Passives Investment zum Beispiel in ETFs, die die Entwicklung ganzer Industriezweige, Branchen oder Indizes abbilden und über Sparpläne bereits mit geringem Anlagekapital sehr gute Entwicklungsperspektiven haben, sind eine sinnvolle Möglichkeit für diejenigen, die für die Zukunft Vermögen aufbauen aber nicht in klassische Finanzprodukte wie etwa Lebensversicherungen investieren möchten. Bei https://www.aktienkaufen.com/etf-anbieter-vergleich/ kann man sich über Angebote verschiedener Online-Broker informieren, wenn man nicht den klassischen Weg über das Depot bei der Hausbank gehen will. Wer sich auf Nischenindustrien konzentrieren möchte, sollte daher vor allem auf die Produktpalette der Anbieter achten, denn man kann nicht bei jedem Broker alles handeln.

Wenn man also von den wachsenden Berliner Branchen profitieren möchte, wäre es jetzt ein guter Zeitpunkt, einzusteigen.